Bericht zur Optimist Europameisterschaft 2022

 

Die Reise zur EM in Sonderborg begann am Flughafen Zürich. Es war eine freudige Stimmung und alle waren froh, dass es endlich los geht. Gemeinsam mit Coach Peri und Teamleaderin Frèd flogen wir nach Hamburg. Danach gings weiter mit dem Auto nach Sonderborg. Nach drei Trainingstagen und der nervenaufreissenden Vermessung der Optis kam endlich die Eröffnungsfeier! 

Die Wangen mit einem Schweizerkreuz bemalt, Glocken, Flaggen und mit dem Teamtrikot machten wir uns auf den Weg. Alle Nationen marschierten gemeinsam zum Eröffnungsplatz. Alle 43 Nationen wurden einzeln vorgestellt. Wir freuten uns riesig, die Schweiz so stolz präsentieren zu können. Es wurden sehr viele Fotos gemacht und es war ein unvergesslicher und eindrucksvoller Abend. 

Bericht von Leanne Turrin SUI 1974 

 

 

Ich habe die Sommerferien in Norwegen verbracht und meine Eltern haben mich jeweils nach Dänemark an das EM Training und die EM gefahren. Zuerst haben wir eine Woche Training absolviert, um das Revier kennenzulernen und die Teambildung zu stärken. Eine Woche danach war es so weit. Wir sind am Morgen nach dem Frühstück mit dem Auto zum Club gefahren und haben unsere Boote aufgeriggt. Ich traf meine Kollegen aus Norwegen und es war cool, sie zu sehen. Es hat mir sehr Spass gemacht mit den Kollegen aus meinem Team zusammen zu sein. Als das Race Committee uns rausschickte, sind wir zur Regattabahn rausgesegelt. Es war eher kalt und gab nicht viel Wind. Wir waren in drei Gruppen unterteilt, gelb, blau und rot für die einleitende Qualifikation. Es waren etwa 50 Kinder in einer Gruppe. Das Level an der EM war ähnlich wie bei der Qualifikation einer internationalen Regatta in der Gold Fleet. 

Ich wurde immer besser und das Highlight kam am letzten Tag der Qualifikation. Nach der ersten Luvtonne lag ich Seite an Seite mit einem argentinischen Segler. Er entschied sich weiter zu segeln. Ich habe gehalst. Mit guter Geschwindigkeit konnte ich bis kurz vor dem Gate 50m Vorsprung herausholen. Das Herz pochte! Plötzlich pfiff der Schiedsrichter und ich kassierte meine zweite gelbe Flagge! Schnell eine 720° Drehung und dann rein segeln, ich bin raus aus dem Rennen!

Als ich reinkam und sah, dass ich DNE statt DSQ gewertet bin, habe ich die Jury protestiert. Mein argentinischer Freund hat als Zeuge mitgewirkt. Doch das hat nichts geholfen und ich weiss jetzt, was ich falsch gemacht habe. Später haben wir unsere Schwimmwesten getauscht. Wie Fussballer. Er heisst übrigens Colo. Das steht hinten drauf. Die Episode hat mich jetzt auf den 48. Zwischenrang runter geworfen, doch ich kam gerade noch in die Gold Fleet!  

Am nächsten Tag erwischte ich einen schlechten Start und segelte auf den 31. Platz. Es lief nicht nach Plan und danach blieb der Wind aus und der Tag war vorbei.

Am letzten Tag blieb ebenfalls der Wind aus und wir warteten und warteten. Das Regatta Komitee entschied sich, nur die Goldfleet Jungs und Mädchen starten zu lassen. Ich packte meine Chance und konnte den Lauf mit einem 2. Platz beenden. Am Schluss wurde ich 23. insgesamt und bester Schweizer. Es war ein schönes Erlebnis an der EM teilzunehmen. Und vielen herzlichen Dank für die grosszügige finanzielle Unterstützung. 

Bericht von Eivinn Lofterød SUI 1966

 

 

Nach drei Tagen Qualifikation starteten die Finals. Bei den Jungs gab es Gold, Silver und Bronzefleet, bei den Mädchen nur Gold und Silver, da es weniger Teilnehmerinnen hatte. Leanne und Morgane hatten sich für die Goldfleet, Luna hatte sich für die Silverfleet qualifiziert. Eivinn und Jacob hatten sich für die Goldfleet, Lars und Tino hatten sich für die Silverfleet qualifiziert. Am 4. Segeltag, also am 1. Finaltag hatte es sehr drehenden Wind, ca. 7 Knoten. Wir konnten zwei Läufe segeln. Am 2. Finaltag war die letzte Startmöglichkeit um 15:00. Leider war am Morgen lange Flaute und daher mussten wir die ganze Zeit auf dem Wasser warten. Um 14:30 kam langsam der Wind und es reichte leider nur noch für einen Lauf für die Goldfleet von den Jungs und den Mädchen. Als wir an Land kamen luden wir die Optis und alles Material auf den Trailer und ins Auto. Später gingen wir zur Rangverkündigung.

Bericht von Tino Durrer SUI 1971

 

 

Die Regatta war extrem cool und gut organisiert. Die Preise, die man gewinnen konnte, waren sehr schön. Die Stimmung war immer super, auch bei schlechtem Wetter. Wir haben viele Seglerinnen und Segler aus anderen Nationen kennen gelernt und Freundschaften geschlossen. Die Segeltage, egal ob Qualification oder Final Races waren spannend und das Ein- und Auswassern von so vielen Optis gut organisiert, weil immer zuerst die erste, dann zweite Fleet etc. eingewassert hat, sodass wir immer pünktlich im Startbereich waren, ohne Chaos an Land oder auf dem Wasser!

Bericht von Luna Züger SUI 1865

 

 

Der Link zur Rangliste: Denmark - 2022 Optimist European Championship 

 

Wir danken dem Club Sailforce von Herzen für die grosszügige Spende. Wir haben die Unterstützung enorm geschätzt. Es war für uns alle eine grossartige Erfahrung und wir konnten viel Seglerisches lernen. 

 


Bericht Regatta-Trainingsweekend 27. & 28. August 2022

 

Am Wochenende 27./ 28. August hatten die 420er-Segler der JUGA-Regattagruppe Tribschenhorn erneut die aussergewöhnliche Möglichkeit, in den Genuss eines intensiven Trainings mit dem olympischen 420-Regatta-Trainer Nikos Drougkas zu kommen. Nikos trainiert momentan hauptsächlich das Team des DRCS in Sisikon und hat noch vereinzelte Engagement in Griechenland und in der Türkei. Daher ist es umso erfreulicher, dass er erneut für uns Zeit findet! Für das Training ist Nikos extra aus Athen angereist und hat für die JUGA hat ein tolles Trainingsprogramm zusammengestellt. Das Trainingsprogramm war jedoch nicht nur für Segler gedacht. So sollten auch die Leiter mit neuen Übungen instruiert und die eigene Segeltechnik kritisch betrachtet werden.

 

Am Samstag begann das Training schon um 8 Uhr. Von den 12 Kindern der aktuellen Regattagruppe haben 6 Nikos schon gekannt. Da Nikos erst um 10 Uhr im SCT war, hat Noah die SeglerInnen angewiesen, die Boote vor zu bereiten und die Manöver zu repetieren. Um 10 Uhr war Nikos dann da. Und schnell wurde klar, dass er viel Fordert. So sollten die Manöver noch einmal perfektioniert und die Boote geprüft werden. Nachdem die 6 Boote fertig gerüstet waren ging es nach einem kleinen Mittagessen aufs Wasser. Da im Luzerner Seebecken genügend Wind für die Leichtwindübungen vorhanden war, wurde an den Rollwenden, Halsen und Spi-Manöver direkt vor der Haustüre gefeilt. Um fünf Uhr war dann das Training vorbei und an den Gesichtern der Segler konnte man sehen, dass einige sichtlich gefordert wurden.

 

Am Sonntag dann um 10 Uhr am Hafen, wurde viel Zeit in die Regattatheorie und Trockenübungen investiert. Schliesslich ging es wieder aufs Wasser, wo auf dem Trichter mit etwas mehr Wind intensiv an Rollwenden und Rollhalsen gearbeitet wurde. Um 18 Uhr war dann der zweite Trainingstag beendet und die Segler und Leiter haben müde aber um eine riesen Portion Wissen und Erfahrung reicher den Segelclub verlassen.

 

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Juniorenabteilung des Segelclubs Tribschenhorn herzlich beim Club Sailforce und beim Segelclub Tribschenhorn bedanken, welche dieses Trainingswochenende möglich gemacht haben. Von der enormen Erfahrung und dem Wissen von Nikos kann die JUGA extrem profitieren und hoffen, dass sich diese intensiven Stunden auf dem Wasser in unseren 420ern auf unsere weiteren Training und die Resultate an den Regio-Cups auswirken.

 

Danke auch an Nina (JUGA-Leiterin), die an den Trainings anwesend war und Nikos betreut hat. Ein grosses Dankeschön gilt auch an die Clubmitglieder Ruedi Bisch und Hansruedi Tchudin für die tollen Bilder!

 

Noah Balthasar, Regattaleiter Segelclub Tribschenhorn

 


Bericht von Damian Berther "Teilnahme an die Opti-Weltmeisterschaft 2022 in Bodrum, Türkei"

 

Nach der WM-Teilnahme in Riva del Garda im 2021, wo für mich nicht alles rund lief, konnte ich mich wiederum für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Ich habe mich riesig darüber gefreut und auch darüber, an einem völlig neuen Ort und Land segeln zu dürfen, Bodrum, Türkei. Dieses Jahr wollte ich einiges besser machen.

Die Selektionsregatta in Portoroz/Slowenien und Workum/Holland liefen für mich sehr gut. Ich war jeden Tag recht nervös und wollte unbedingt mein Bestes geben. Das Resultat zeigte sich im Selektions-Schlussranking, wo ich mich als erster Schweizer qualifizierte.

Kaum war die Selektion beendet, ging’s Schlag auf Schlag. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Der WM-Trainingscamp fand wenige Tage später statt. Wir fünf Segler, der National-Trainer Peri Berusa und die Teamleaderin Fréderic Stössel fuhren zusammen nach Carnon/Frankreich. Zurück zu Hause musste ich für die Schule noch ganz viele Prüfungen nach- und vorholen, das Opti-Boot auseinanderschrauben (wir nahmen fast alles vom eigenen Opti mit ausser der Schale) und alles gut für den Flug verpacken.

In die Türkei angekommen, wurden wir herzlich empfangen. Viele Länder waren bereits zum Training früher angereist. Unser Programm an diesem ersten Tag: Hotel beziehen, Opti-Boot zusammenbauen, trainieren. Die Eröffnungsfeier ähnelte fast einer Olympia-Eröffnungsfeier. Nach einer Parade und Eröffnungsreden, gab es Tanzspektakeln, Konzerte und alle 61 Länder durften sich präsentieren.

 

An den drei Qualifikationen habe ich mich sehr gut geschlagen und habe sogar einen Laufsieg geschafft. Nach den drei Qualifikationstagen habe ich mich für den Goldfleet auf Rang 24 qualifiziert. Im Teamrace sind wir nicht gut gesegelt und sind schon nach drei Kämpfen ausgeschieden. Dafür hatten wir einen Ruhetag und den haben wir genutzt, um unser Energielevel aufzuladen. Als es Zeit für die Finales war, war ich sehr nervös und die ersten zwei Tage sind mir nicht nach Wunsch gelaufen. Vor allem hatte ich Mühe am Start gut wegzukommen. Meine Taktik und Tempo waren gut. Ich konnte deswegen einiges aufholen, aber es reichte immer noch nicht für die gewünschten Platzierungen. Am letzten Tag hatte ich im ersten Lauf einen sehr guten Start und wurde Zweiter. Doch der letzte Lauf der WM ist mir komplett misslungen. An diesem Tag erlebte ich somit beide Seiten einer Regatta, einmal weit vorne und einmal weit hinten. Die Weltmeisterschaft beendete ich auf dem 34/276 Rang. Ich bin damit sehr zufrieden. Der Abschlussabend mit Party, Schlussfeier und das Kleidertauschen hat natürlich auch nicht gefehlt. Ich habe neue Freundschaften geknüpft, Höhen und Tiefen erlebt, auch zusammen im Team hatten wir eine coole Zeit.

 

Es war ein mega Event, das ich niemals vergessen werde. Ich bin sehr dankbar, dass ich ein zweites Mal an die WM konnte, was überhaupt nicht selbstverständlich ist. Ich danke meinen Trainer Damir, Antonis und Achille für ihre unermüdlichen Trainings und Supports und allen, welche an mich glauben und mich in irgendeiner Art und Weise unterstützen, sei es sportlich, organisatorisch, finanziell, schulisch oder auch mental.

Meine nächsten Ziele sind die Titelverteidigung an der Schweizermeisterschaft vom 1. bis 4. September 2022 auf dem Silvaplana See.

 

Ein herzliches Danke dem Club Sail Force für die grosszügige finanzielle Unterstützung.

 

Liebe Grüsse, Damian Berther

 

Link zur Rangliste


Der Sailing Award vom 5. Februar 2022 konnte physisch leider nicht durchgeführt werden. Die Seglerinne und Segler aus der Zentralschweiz haben auch in diesem Jahr wieder tolle Resultate erzielt. Wir gratulieren allen recht herzlich und ernennen die Preisträgerinnen und Preisträger

 

- Club Sailforce Preis - Reto Walser

- Segler der Zentralschweiz - J70 Team Segel Club Cham

- Bester Junior der Zentralschweiz - Damian Berther

- Förderpreis - Lenne Turrin

 

Der Club Sail Force ist stolz auf Alle und freut sich auf viele weitere Erfolge in der kommenden Segelsaison. Die weiteren Unterstützungsbeiträge und Goldene Sailforces sind hier ersichtlich.



Besichtigung 4B Fenster AG und NAchtessen Liebhaberei

Eine lange Zeit her ohne einen Anlass. Am 17. September 2021 war es wieder mal so weit und es trafen sich einige Mitglieder um die Fensterproduktion der Firma 4B Fenster AG in Hochdorf zu besichtigen. Wir hatten eine sehr spannende Führung durch die Produktionshallen, wo wir jeden einzelnen Produktionsschritt von einem Fenster sahen. Abgerundet wurde die Besichtigung mit einen genussvollen Apero bei Sonnenschein.

 

Im Anschluss ging es in die Liebhaberei in Rain. Ein spezielles Restaurant welches sich sich im alten Kuhstall, eingebettet in der Scheune befindet. Durch ein Panoramafenster konnte man die Rinder beobachten und uns wurde ein 4-Gang Menü auf den Teller gezaubert. 

 

Danke allen für diesen tollen Abend, weitere Fotos.


 

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